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Warum muss man sich mit Seife waschen?

November 2, 2008

Wenn man die Hände einfach unter Wasser hält, werden sie zwar etwas sauberer, aber die gröberen Flecken bleiben. Auch die beim Essen fettig gewordenen Finger werden unter klarem Wasser nicht sauber! Dagegen vermag eine dem Wasser beigemischte Seife die Fettspuren zu säubern. Sie löst auch das sehr feine Fett, das aus der Haut tritt und Staub, vor allem aber Mikroben festhält!

- Die Erfindung der Seife verdanken wir den Galliern: Sie vermischten warmes Ziegenfett mit der Asche von Buchenholz, und die Römer ahmten es ihren Nachbarn sehr schnell nach!

- Wie aber hat man sich vorher gewaschne? Nun, die Menschen benutzten fette Erden (wie Lehm), Öle und Pflanzen mit “schmutzlösenden” Eigenschaften.

- Wenn man also einmal keine Seife hat, kann man auch mit einer Pflanze sich waschen! Sie heißt Seifenkraut oder Saponaria und wächst hauptsächlich in den Mittelmeerländern in Gräben, an Hecken entlang und an den Wegrändern. Die Stiele und Wurzeln dieser Pflanze enthalten eine Substanz, die im Wasser wie Seife schäumt.

- Die Herstellung von Seife ist im Prinzip nicht sehr schwer: Man nehme tierisches Fett oder Pflanzenöl und koche es einige Stunden zusammen mit Pottasche oder Natriumbikarbonat. Dabei entsteht eine Seifenpaste, die mit Wasser vermischt das Fett in feinste Teilchen auflöst. Und die lassen sich mit Wasser wegspülen.

- Die älteste Methode führte zu Kernseife, eine Mischung aus Öl (unter anderem Olivenöl) und Natron- oder Kalilauge. Die Feinseifen sind fetter und enthalten zudem Farbstoffe und Parfümöl.

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